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Roverdrive 1 / 2005
Nachtrag zum Rover V8 - Motor
Presse
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Roverdrive
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Nachtrag zum Artikel über das Ende des beliebten Antriebs in der Ausgabe 2/2004
 
Großbritannien
1969 - vier Jahre vor Erscheinen des von MG offiziell auf den Markt gebrachten GT V8 - entschließt sich Ken Costello, dem MG B GT mehr Leben einzuhauchen. Er hat erkannt, daß die durch MG präsentierte Lösung, das Vierzylinder B-Modell durch den schweren Grauguss- Reihen-6-Zylinder zum C-Typ aufzuwerten, nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.
 
Wenn es denn schon eine Portion mehr sein soll, aber aus dem Leyland-Regal kommen muß, gibt es eigentlich nur eine Entscheidung: den Aluminium-V8 von Rover.
 
Für die ersten Umbauten verwendet Costello den V8 aus dem Rover P6. Die hochsitzenden SU-Vergaser verlangen Platz und so erhält die Haube eine riesige Blase.
 
Spätere Costello-Modelle werden mit flacheren Weber- Vergasern ausgerüstet. Damit und weiteren Tuningmaßnahmen steigt nicht nur die Leistung auf 185 PS, nun ist auch die Verwendung der ursprünglichen MG B- Motorhaube möglich.
 
Das originale Viergang-Getriebe des MG B wird über eine größere Kupplung und einen Adapter an den Motor angepasst. Die Hinterachse wird verändert und mit der Übersetzung 3,07:1 des MG C versehen.
 
Als sich British Leyland 1971 für den Costello-V8 interessiert und erkennt, daß sich die Produktion eines eigenen V8 (zumindest als GT) lohnt, bringt man diese Variante 1973 auf den Markt.
 

Die charakteristische Heckklappen-Beschriftung

Der MG B GT V8 Costelle mit eindrucksvoller Haube und typischem Grill

Nur wenige Fahrer hatten das Vergnügen, hier Platz zu nehmen

So sahen wohl die meisten den V8 Costello - von hinten


Costellos V8-Umbauten kosten £ 1.000, die sich zu den £ 1.400 eines Vierzylinder-MG B addieren. Die Kosten der Werksvariante liegen mit £ 2.294 unter diesem Preis und stellen damit für Costello ein ernsthaftes Problem dar. Seine Antwort sind GT mit V8-Einspritz-Motoren und Fünfgang-Getrieben, die MG werksseitig nicht anbietet. Die genaue Anzahl der Costello-V8 ist nicht bekannt, aber knapp unter hundert Fahrzeuge sollen noch existieren.
 
Deutschland
Nachdem MG 1976 die Produktion seines B GT V8 eingestellt hatte, gab es aber durchaus noch Bedarf und das nicht nur auf der Insel.
 
Auch deutsche MG-Enthusiasten fühlten sich mit acht Zylindern besser unterwegs. Auf der Retro Classics erfuhr ich, daß unser Clubmitglied Rolf Bernauer, damals Inhaber einer British Leyland-Vertretung, etliche Umbauten im Kundenauftrag durchführte. Leider ist nicht bekannt, ob diese Fahrzeuge bis heute überlebt haben.
 
Text: Reinhard Stadthaus
Fotos: T & CC, Feb 1997

 
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