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| Roverdrive > Jahrgang 2004 > Heft 2 > Eifelfahrt ADAC Euskirchen | Auswahl | Ende |
| Roverdrive 2 / 2004 | ||||||||
| Eifelfahrt des ADAC OC Euskirchen | ||||||||
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Heft 1/2004 Heft 2/2004 |
16. Oldtimertreffen des ADAC OC Euskirchen 18. Juli 2004
Die Oldtimerfreunde Zülpich, dem ADAC OC Euskirchen (gegründet 1934!)
angeschlossen, veranstalteten auch 2004 ihre Eifelrundfahrt. Die Einladung
dazu hatte ich bei einem Treffen des BSCOC in Luxemburg von einem Mitglied
der Oldtimerfreunde erhalten. Obwohl Zülpich für Bonner nur einen Katzensprung
entfernt ist, hatte ich bisher von dieser alljährlich stattfindenden
Veranstaltung noch nichts gehört. Da es aber nicht schaden kann, mal wieder
etwas anderes und neue Leute kennenzulernen, ist der Entschluß zur Teilnahme
schnell gefaßt; zumal pro Fahrer moderate 30 Euro und für jeden weiteren
Beifahrer 6 Euro zu entrichten sind.Sonntag, der 18. Juli, zeigt sich morgens von seiner besten Seite, ich sammle in Bonn meinen Schwager ein und lenke den P5B in Richtung Zülpich. Die Fahrt ist nicht besonders aufregend, da die Gegend zwischen Bonn und Zülpich eintönig flach ist, was aber sicher einen nicht gering zu schätzenden Vorteil für die Landwirtschaft und gegebenenfalls für schwachbrüstige Vorkriegsautomobile bietet. Goggomobil - reisefertigGegen 08.30 Uhr erreichen wir Zülpich und werden auf einen der für die Veranstaltung abgesperrten Parkplätze nahe am Markt eingewiesen. Im Rathaus erhalten wir mit den Unterlagen für die Ausfahrt die Startnummer 65. Der Marktplatz bietet bereits einen gut gemischten Überblick über die europäische Automobilgeschichte der letzten Jahrzehnte, sogar einige US-Modelle fallen ins Auge. Um die Teilnehmer nicht geschwächt auf die Eifelrundfahrt zu schicken, ist ein Zelt aufgebaut, in dem ein reichhaltiges Frühstück angeboten wird - selbst das ist im Startgeld enthalten! Auch wir nehmen diese Gelegenheit gerne wahr. Nach kurzer Fahrerbesprechung soll es gegen 10.00 Uhr losgehen. Das klappt nicht ganz, da den Zuschauern vor dem Start jedes der etwa 80 teilnehmenden Fahrzeuge vorgestellt wird. Darunter ein gewaltiger Renault Vivastella von 1934 und ein seltener Studebaker Hawk. Aber auch Goggomobil, VW Käfer, Opel Kapitän und Kadett fehlen nicht. Englische Fahrzeuge wie Triumph und MG sind zwar gut vertreten, der P5B ist aber der einzige Rover am Start. Auch etliche Zweiräder nehmen teil; Heinkel Tourist, BMW R 25 und eine herrliche Douglas sind zu sehen. Endlich befinden auch wir uns auf der Strecke - die Eifel ruft! Na gut, zunächst noch nicht. Der Streckenverlauf führt uns über Füssenich, Schwerfen und Kommern an Mechernich vorbei und so ist dann doch bald das platte Land vergessen und wir genießen die schmalen und gewundenen Nebenstraßen in Richtung Bad Münstereifel. Die Stimmung ist gut und so sind wir, ohne es zu merken, schon am ersten Kontrollpunkt vorbeigerauscht. Es wird nicht der einzige bleiben.
Mittlerweile ist der Himmel grau geworden und die Eifel zeigt sich mit wechselhaftem Wetter von ihrer bekannten Seite; der erste Schauer geht nieder. Bis wir Liers erreichen, den Ort der Mittagsrast, hat es sich richtig kräftig eingeregnet. Die Cabriofahrer haben ihre mehr oder weniger dichten Verdecke geschlossen, lassen sich aber ihre gute Laune nicht verderben. Nach dem deftigen Essen - Fleischkäse mit Bratkartoffeln - geht es weiter. Das Gewitter hat sich verzogen und ist einem leichten Landregen gewichen; langsam wird die Eifel wieder schön. Bei zwei der wenigen Kontrollpunkte, die wir uns gönnen, werden wir richtig gefordert. Einmal sollen wir schätzen, wieviele Einzelteile sich in einem durchsichtigen Plastiksack befinden, der gefüllt ist mit Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben aller Größen. Ein anderes Mal wird die Zeit gestoppt, die wir benötigen, um an einem ausgedienten Zylinderkopf unbekannter Herkunft die vier Zündkerzen zu wechseln. Der Veranstalter hat sich etwas einfallen lassen, um die Teilnehmer bei Laune zu halten.
Im Laufe des Nachmittags passieren wir so weltbekannte Orte wie Dümpelfeld, Insul, Schuld und Fuchshofen. Östlich von Bad Münstereifel erreichen wir wieder die L 498 und haben damit unseren Eifelrundkurs beendet. Das Wetter ist auch besser geworden, hin und wieder läßt sich sogar die Sonne sehen. Unsere Streckenkarte leitet uns langsam zurück in Richtung Zülpich, vorbei an Iversheim, Antweiler, Euenheim und durch Dürscheven und Ülpenich. Bei unserer Rückkehr nach Zülpich werden auf dem Marktplatz bei kühlen Getränken Erfahrungen ausgetauscht. Es hat keinerlei Totalausfälle oder gar Unfälle gegeben; der vermutlich größte Schaden ist ein herausgefallenes Glas eines Nebelscheinwerfers an einem Opel Kapitän. Bei guter Stimmung wird die erreichte Punktzahl der Sieger bekanntgegeben und die Verteilung der Pokale durchgeführt. Wir gehören natürlich nicht dazu - unsere Belohnung war ein schöner Tag in der Eifel! Vielleicht sind wir nächstes Jahr wieder dabei. Text und Fotos: Reinhard Stadthaus Nach oben | ||||||
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