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| Roverdrive > Jahrgang 2004 > Heft 2 > AvD-Oldtimer-Grand-Prix | Auswahl | Ende |
| Roverdrive 2 / 2004 | ||||||||
| 32. AvD - Oldtimer - Grand - Prix am Nürburgring | ||||||||
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Presse Div. Artikel Roverdrive Gesamtindex Jahrgang 2002 Jahrgang 2003 Jahrgang 2004 Jahrgang 2005 Jahrgang 2006 Jahrgang 2007 Jahrgang 2008 |
Heft 1/2004 Heft 2/2004 |
32. AvD - Oldtimer - Grand - Prix vom 6. bis 8. August 2004 Auch 2004 war der Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring wieder fester Bestandteil unseres Oldtimer-Terminkalenders. Zuerst einmal wegen des alljährlichen Treffens auf unserem Rover Freunde Deutschland-Vereins-Areal. Die daraus resultierende Vorfreude, wieder nette Leute zu treffen, die mit ihren schönen Rovern anreisen, wird nie enttäuscht. Aber dann auch wegen des OGP selbst, dessen Entwicklung wir schon seit vielen Jahren miterleben. Die weite Fahrt an einem Wochenende von Stuttgart zum Nürburgring und zurück lohnt sich deshalb immer! Also flugs freitags unseren grün-weißen VW- Campingbus gepackt und gesattelt und ab auf die Piste, der Eifel entgegen. Warum wir nie mit einem unserer Rover kommen, wurde ich schon öfters gefragt. Naja, nie stimmt nicht ganz! Zum OGP 2000 war mein Sohn nebst Freundin und unserem SD1 Vitesse vor Ort, in dem es sich (laut übereinstimmender Auskunft der beiden) dank umklappbarem Rücksitz ausreichender Liegefläche, bequem zu zweit übernachten lässt. Da meine Frau und ich lieber etwas komfortabler nächtigen wollen, einiges an Material und Equipment mitbringen, aber auch nachts nicht auf die tolle Atmosphäre am Ring verzichten wollen, bleibt uns nur die Pension "VW-Grün/Weiß". Damit sind wir auch schon immerhin fast 26 Jahre jedes Jahr zu Veranstaltungen und im Urlaub unterwegs. Übrigens das einzige deutsche Auto in unserem Fuhrpark, sonst nur "very british"! ![]() Ford unter Rover-Flagge Leider sind wir am Freitag wegen diverser Staus und Ferienverkehr erst sehr spät abends am Ring angekommen. Erst nach längerem Suchen in der Dunkelheit fanden wir das Rover Freunde - Areal. Dreimal sind wir daran vorbeigefahren, ohne es zu erkennen. Der Grund: als einziges Auto stand mittendrin ein Ford-Kombi! So, wir waren noch rechtzeitig gekommen, um an der Hochzeitsparty des besten Freundes unseres Sohns teilzunehmen, die im Fahrerlager stattfand, unter dem Motto: "Ehering am Nürburgring!". Also eine echte "Ring- Hochzeit", mit Walter Röhrl als Trauzeuge, der aber bei unserem Eintreffen leider nicht mehr anwesend war. Leicht beschwingt von Obergärigem und auch müde von der Anreise gingen wir erst spät ins Bett, in der gespannten Erwartung, wer am nächsten Tag alles erscheinen würde. Am Samstagvormittag trafen dann die ersten Rover nebst Besitzern so nach und nach ein. Wie immer natürlich zuerst der "harte Kern" wie jedes Jahr: Martin Blum mit seinem kleinen Rover 214 SEI. Vollgepackt mit Getränken, Fleisch und Würsten zum Grillen, Stühle, Pavillon und und und. Vor allem beeindruckte Volker Hancke, als er mit seinem extrem tiefergelegten Rover 114 auf den Platz fuhr. Nachdem er allerdings seinen Hausrat ausgeladen hatte, erreichte sein 114 wieder die se- rienmäßige Bodenfreiheit. Erstaunlich, was da drin so alles Platz hat! Jetzt lüftete sich auch das Geheimnis um diesen einsamen Ford, der auf dem Platz stand. Harald Brombas, der vom Renngeschehen zurück kam, klärte uns auf. Sein Rover P2 aus den dreißiger Jahren ist zur Zeit noch zerlegt und wird von ihm restauriert, was er anhand von Fotos eindrucksvoll belegen konnte. Er hofft, ihn spätestens zum Jahr 2006 fertig zu haben. Jetzt war erst einmal Arbeit angesagt. Die Pavillons, Tische, Stühle und die Grills mussten aufgebaut werden. Schließlich muss den interessierten Besuchern und den anreisenden Mitgliedern auch etwas geboten werden. Als weithin sichtbare Zeichen wurden die Rover-Fahnen aufgehängt. Mit einer deckten wir gnädig den Ford zu, um Besucher nicht zu irritieren. Zwischenzeitlich machten meine Frau und ich uns auf ins Fahrerlager und zu den Tribünen, um die Rennen nicht ganz zu verpassen. Wobei meine Frau fast noch begieriger als ich darauf ist, so viele Rennen wie möglich zu sehen. Wenn man die Gelegenheit hat, Vor- und Nachkriegsrennwagen in Aktion zu sehen, sollte man sie wahrnehmen, denn man erkennt sie noch an Sound und Form, statt nur am Sponsoring. Unsere Enkel werden es uns einmal danken, wenn wir davon etwas zu erzählen haben und Bilder/Videos zeigen können, auf denen keine sterilen High-Tech-Boliden zu sehen sind.
Das alte Fahrerlager, in dem die Vorkriegsrennwagen untergebracht sind, hat sich seit der Eröffnung des Nürburgrings 1927 kaum verändert. Dort sind dann auch stilecht die Vorkriegsrennwagen untergebracht. Man spürt ihn dort noch, den Geist der frühen Jahre und vor dem geistigen Auge sieht man Caracciola, Lang, Nuvolari und Rosemeyer mit ihren Mechanikern in den Wellblechgaragen. Auf der Strecke sind die großen Marken von einst unterwegs, als gäbe es kein Morgen! Alfa Romeo, Bugatti, ERA, Bentley, um hier nur einige zu nennen. Und die Fahrer schenken sich nichts! Beinharte Kämpfe! Rennatmosphäre pur! Wenn die Supersports aus den siebziger und achtziger Jahren unterwegs sind, dann brennt die Luft! Der Geruch heißer Rennmotoren macht süchtig. Leider ist bei den Youngtimern nie ein Rover dabei. Vielleicht taucht doch einmal ein Renn-SD1 auf. Schließlich hat 1984 ein SD1-Vitesse die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft gewonnen! Aber wenigstens sind immer viele anderen Engländer dabei. Zurück auf dem Rover-Areal, stellten wir freudig fest, dass doch schon einige Rover dazugekommen waren. Dr. Hans-Jürgen Fuchs und Gattin waren, wie jedes Jahr, mit ihrem P6 3500 gekommen, Jörg Sylvester mit seinem 216 Cabrio, Peter Falkenroth mit Gattin, zwei Freunden und SD1, Reinhard Stadthaus mit seinem schönen P5B, Heinz Jagdfeld mit seinem gut aussehenden P4 100 und Otto Müller hatte wieder seinen top-gepflegten P6 3500 S mit SD1-Vitesse-Felgen dabei. Nicht zuletzt unser Luxemburger Jean-Marc Nosbaum, der zusammen mit einem Freund diesmal einen schwarzen SD1Vitesse der letzten Serie mitgebracht hatte. Allen stieg schon der Duft von leckerem Grillgut in die Nase. Harald Brombas, Jörg Sylvester und Martin Blum, die Griller vor dem Herrn, waren in ihrem Element und eifrig dabei, Martins mitgebrachte Fleisch-und Wurstware zu verarbeiten. Als Nachtisch steuerte Heinz Jagdfeld, seine köstlichen Waffeln aus eigener Fertigung bei. Volker hatte sich schon inzwischen mit Polsterliege, Beistelltischchen, Sonnenschirm und Stühlen häuslich niedergelassen und genoß das eifeluntypische Wetter bei 30°C und strahlendem Sonnenschein, bei dem die anwesenden Fahrzeuge mit den Besitzern um die Wette strahlten. Dabei stachen besonders der rote P6 3500 S von Otto Müller und der goldene, rostfreie(!) SD 1, Serie 1 von Günther Schweppenstedde den Besuchern ins Auge. Einer von ihnen meinte ein ähnliches Fahrzeug auf der Retro Classics in Stuttgart gesehen zu haben. Ob jener sich beim nächsten Oldtimerkauf im Rover-Segment umsehen wird?
Aufklärungsarbeit wurde seitens der Rover Freunde mit viel Elan betrieben, um die Marke dem Publikum näher zu bringen. Das Interesse der Besucher wächst immer mit Erstaunen, wenn sie sehen, welch schöne Autos Rover gebaut hat. Vor allem, wenn sie erfahren, dass es die Marke schon 100(!) Jahre gibt. Daher ist es auch sehr wichtig, bei solchen Veranstaltungen als Markenclub mit möglichst vielen Fahrzeugen vor Ort zu sein. Vielleicht entschließen sich im August 2005 einige Vereinsmitglieder mehr, den Ring anzusteuern und dadurch auch aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Für diejenigen, die durch unsere Erzählungen Lust auf Rennatmosphäre bekamen, stellten wir gerne leihweise Gastkarten zur Verfügung, die unser Sohn dank bester Beziehungen zum AvD besorgen konnte. So konnte man mal reinschnuppern, ohne Eintritt bezahlen zu müssen. Außerdem bekommt jeder Teilnehmer bei der Einfahrt zum Markenklub-Areal einen Gutschein, mit dem man stark ermäßigte Eintrittskarten kaufen kann. Als Alternative kann man natürlich auch mit seinem Rover zu einer Ausfahrt starten. Die Eifel lädt dazu förmlich ein, mit ihrer schönen Landschaft und den verwinkelten Straßen, ohne dass man unbedingt den V8 braucht und für den Hunger zwischendurch gibt es genug gemütliche Gasthäuser am Wegesrand, oder man kehrt zum Rover-Areal zurück, übt die Grillkunst und führt Benzingespräche. Der Sonntagnachmittag stand dann auch wieder im Zeichen des allgemeinen Aufbruchs. So allmählich verschwanden die mitgebrachten Ausrüstungen wieder in den Fahrzeugen, es wurden viele Adressen getauscht, gute Tipps und beste Wünsche mit auf den Weg gegeben und alle versprachen, nächstes Jahr wieder zu kommen. Für alle, die jetzt neugierig geworden sind sei gesagt: Es lohnt sich in jedem Fall, sich das einmal anzusehen und Gleichgesinnte zu treffen! Es gibt auch unglaublich viel zu sehen, soviel, dass man es fast nicht verarbeiten kann. Auf keiner Veranstaltung gibt so viele und so viel verschiedene Fahrzeuge zu sehen! Den Termin für den Oldtimer Grand Prix 2005 entnehmen Sie bitte aus einer der nächsten Roverdrive, den Fachzeitschriften, oder unter www.avd.de.... Ob mit oder ohne Rover, auch wir kommen nächstes Jahr wieder, versprochen! Der Ring ruft! Die ROVER auch! Itīs all Rover now! Text: Georg Litchenhaus Fotos: Georg Litchenhaus, Reinhard Stadthaus Nach oben | ||||||
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