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| Roverdrive > Jahrgang 2004 > Heft 1 > British Sports Car Days | Auswahl | Ende |
| Roverdrive 1 / 2004 | ||||||||
| 27. British Sports Car Days im Juni 2004 in Luxembourg | ||||||||
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Heft 1/2004 Heft 2/2004 |
27. British Sports Car Days in Bourscheid vom 18. - 20. Juni 2004
Der British Sports Car Owners Club (BSCOC) Luxemburg hatte
im Frühjahr seine Einladung zum 27. Treffen auch an die ROVER
Freunde Deutschland verschickt. Die British Sports Car
Days sollten dieses Jahr in Bourscheid, einige Kilometer nordwestlich
von Diekirch unter dem Motto "Ronde du château"
stattfinden.
Da uns eine Teilnahme am Treffen in der Schweiz durch den geplanten Urlaub nicht möglich war, entschlossen wir uns spontan für den Termin in Luxemburg. Es war eine gute Gelegenheit, das so nahe und doch relativ unbekannte Land sowie den BSCOC und seine Mitglieder kennenzulernen. Für Bonner bietet Luxemburg zudem den Vorteil einer kurzen Anreise. Freitag bis 15.15 Uhr sollte angereist werden und so machten wir uns mittags auf die Reise. Außer der kurzen Strecke über die A 565 bis zum Meckenheimer Kreuz war keine Autobahn vorgesehen. Über die B 257 an Altenahr und dem Nürburgring vorbei, wurde dann auf die B 410 gewechselt. Diese führt über Gerolstein bis Luxemburg, wo sie als N 10 bei Clerveaux auf die N 7 stößt. Dieser Richtung Süden folgend war es nicht mehr weit bis zum Ziel Bourscheid. Durch die insgesamt landschaftlich schöne aber auch kurvenreiche Strecke (und einem nicht geplanten Umweg über Clerveaux) schafften wir es gerade noch "in time" bis zum Treffpunkt im Hotel St. Fiacre. ![]() Hotel und Restaurant St. Fiacre mit einem Teil des Teilnehmerfeldes Nach Einschecken, Begrüßung des Präsidenten Jean Hansen, des Kassierers Jean-Marie Schmit und der übrigen Anwesenden wurde der P5 gleich wieder zu einer Fahrt nach Diekirch gestartet. Es waren nur acht Fahrzeuge (am Samstag zur Rallye, der Hauptveranstaltung, sollten es 25 werden), die sich auf den Weg zum kleinen aber feinen Automobilmuseum aufmachten. Mitglieder des Clubs führten in einer englisch- und einer französischsprachigen Gruppe durch das erst 14 Monate alte Museum. Das restaurierte Jugendstilgebäude allerdings hat schon die 100 überschritten; es war die erste Benz-Vertretung (später Mercedes- Benz) mit Werkstatt in Luxemburg und von Beginn an im Besitz der Familie Wagner. Auf fünf "Inseln", die jeweils für einen bestimmten Zeitraum stehen, sind Automobile aber auch Motorräder und Zubehör ausgestellt. Bezüge zu Ereignissen der einzelnen Zeitabschnitte werden durch Informationsmaterial in Hängeordnern hergestellt. Auch mehrmaliger Besuch führt nicht zur Langeweile, da die Exponate ständig wechseln.
Nach dem Besuch fanden wir uns wieder im Hotel ein und hatten bei Apéritif und Abendessen Gelegenheit, die Teilnehmer näher kennen zu lernen. Clubmitglieder aus Luxemburg mit luxemburgischer, britischer, niederländischer und südafrikanischer Nationalität sowie Mitglieder aus Belgien waren vertreten; aus Deutschland war außer uns noch eine Familie aus Zülpich gekommen. Die weiteste Anreise hatten zwei Freunde eines Clubmitglieds. Sie waren mit ihrem Triumph TR 4 aus der Nähe von Oxford angereist. Noch bunter war die Reihe der Fahrzeuge: vom Morris 8 (1935) über Wolseley 10 (1947), Austin Healey, Caterham 7, Aston Martin V 8, Triumph Dolomite Sprint, TR 3 und 4 zum Jaguar XJS und XK 8, vom MG TC über MG A und B bis zum modernen MG F, Rover war mit P 2, P 5, P 6 und 25 vertreten. Nach reichhaltigem englischem Frühstück am Samstag wurden beim briefing die Fahrtunterlagen verteilt. Der Teilnehmerkreis hatte sich erheblich vergrößert, da sich einige Teams nur für das Samstagsprogramm angemeldet hatten. Der Start erfolgte gegen 10.00 Uhr in zwei Kategorien: einer sportlichen und einer touristischen Variante; wir hatten uns für die touristische entschieden. Aber auch wir kamen nicht ohne Aufgaben davon. Unterwegs mussten verschiedene Kontrollpunkte angefahren und kleine Aufgaben gelöst werden. Fragen zu Örtlichkeiten an der Strecke waren zu beantworten und anhand mitgeführter Fotos sollten markante Punkte der Tour lokalisiert werden. Um es vorweg zu nehmen: wir waren dabei nicht sehr erfolgreich. Als Entschuldigung kann man aber ganz sicher die Wahl der Route anführen. Über schmale Nebenstraßen durch kleine Dörfer, entlang klarer Flüsse, durch dichte Wälder auf die zugigen Höhen der landschaftlich herrlichen Ardennen zu fahren, lässt einen schon mal andere Dinge außer Acht lassen.
Das Mittagessen wurde in Form einer großen Schinkenplatte mit Beilagen im Gasthof Esleckerstuff in Wahlhausen genossen. Danach war ein driving contest auf einem abgesperrten Parkplatz am Mont St. Nicolas zu absolvieren. Ein Schleifenkurs um aufgestellte Pylonen musste zweimal durchfahren werden, unterbrochen durch einen möglichst kurzen Stop, bei dem das Würfelglück der Beifahrer Einfluß auf die zu erreichende Punktzahl hatte. Leider ging ausgerechnet da ein kräftiger Wolkenbruch nieder, der die Offenfahrer nicht gerade begeisterte. Der Nachmittag brachte neben längeren sonnigen Abschnitten noch einige kleine Schauer, die aber die insgesamt gute Stimmung nicht verderben konnten. Die Fachleute - man beachte den Text auf dem T-Shirt; es handelt sich um eine belgische Biersorte, nicht um den Zustand des Trägers!Die Strecke bot immer wieder ungewöhnliche Ausblicke und für einen Samstag war das Verkehrsaufkommen angenehm gering. Größere Gruppen von Motorradfahrern hatten allerdings die Gegend um Bourscheid offensichtlich auch als Ziel einer Ausfahrt gewählt. Hin und wieder begegneten uns Teilnehmer unserer Rallye, was immer wieder zu einem erneuten Studium des road books führte, verbunden mit der Frage: "Wer ist jetzt wieder auf der falschen Fährte?" Wie sich später herausstellte, gab es auch andere Teams, die ihre Schwierigkeiten hatten und wie wir Kontrollpunkte verpassten und Fragen und Fotos ignoriert hatten. Am späten Nachmittag trafen nach und nach alle Fahrzeuge ohne den kleinsten technischen Defekt wieder in Bourscheid ein. Die Roadsterfahrer hatte der Fahrtwind wieder getrocknet und die Fahrzeuge standen nach der Anstrengung leicht knisternd und einen Tropfen Öl schwitzend vor dem Hotel. Nach erfrischender Dusche und Apéritif wurde das sechsgängige Menü, begleitet von luxemburgischen Weinen, serviert. Die Begeisterung über das sehr gute Essen regte die Gespräche weiter an und erst gegen Mitternacht machten sich die ersten Teilnehmer müde und zufrieden auf den Weg ins Bett. Der nächste Vormittag sah die Teams wieder in Aktion: die Spuren vom Vortag wurden von den Fahrzeugen gewienert, um für den Programmpunkt "Concours d'Elégance" gerüstet zu sein. Die Juroren schritten mit ernsten Mienen um die Autos, blickten unter Motorhauben, prüften die Originalität von Anbauteilen und zogen sich dann zur Beratung und Auswertung der Gesamtergebnisse zurück. Nach dem Mittagessen wurden dann die Preise in den einzelnen Kategorien vergeben und Clubpräsident Jean Hansen verabschiedete die Teilnehmer der diesjährigen British Sports Car Days. ![]() Ein Morris Eight von 1935 läßt sich von der Sonne wärmen. Damit war für uns die Zeit des Abschieds gekommen und die Rückreise ging diesmal durch Belgien über Aachen zurück nach Bonn. Die Teilnahme an einer Veranstaltung in Luxemburg war eine interessante Erfahrung; allein schon die internationale Zusammensetzung im BSCOC war ungewöhnlich, bringt aber dem Club sicher unschätzbar positive Impulse bei seiner Arbeit. Für uns wird bei einer erneuten Teilnahme an einer Rallye mit Aufgabenkatalog die Erinnerung an diese Veranstaltung ganz bestimmt von Vorteil sein. Text und Fotos: Reinhard Stadthaus Nach oben | ||||||
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