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Roverdrive 1 / 2004
Rover-Freunde bei der Retro Classics in Stuttgart
Presse
Div. Artikel

Roverdrive
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Der Versuch, ein bisschen das Jubiläum "100 Jahre ROVER- Automobile" zu feiern
 
Ich persönlich, und ich glaube, alle die dabei waren, sind der Meinung, daß ein wenig Hochglanz auf das ROVER-Zeichen gebracht worden war, als wir nach 3 Tagen müde, aber auch stolz, diese Veranstaltung zu Ende brachten.
 
In der Ungewissheit, ob es in Deutschland zu einer von MG-ROVER Deutschland selbst organisierten Jubiläumsveranstaltung kommen würde, hatten wir uns entschlossen, die RETRO CLASSICS STUTTGART zum Feiern zu benutzen.
 
Zum Gelingen trugen folgende Institutionen, Firmen und Clubmitglieder bei:
 
1. Das RETRO CLASSICS- Organisationsteam unter der Führung des Clubmitglieds Karl- Ulrich Herrmann.
Wir erhielten einen in der Halle 6 gelegenen idealen Stand von ca. 190 m² Größe. Die Begleitung der Vorbereitungen und des Messebetriebes war unkonventionell und reibungslos. Wegen des 100-jährigen Geburtstages Rover- Automobile erhielten wir eine weitere Ausstellungsfläche unter der Überschrift "Klassische Saloons damals und heute" neben den Ständen von Bentley, Rolls Royce und Aston Martin in der zentral gelegenen Lobby des Messegeländes.
 
2. MG ROVER Deutschland GmbH Neuss
MG-ROVER unterstützte uns mit folgenden Aktionen: Beistellung von zwei Autos der Reihe 75; Beistellung eines ROVER 6 hp von 1907; Anlieferung und Abholung dieser Fahrzeuge sowie des wunderschönen P5B Coupes unseres Clubmitgliedes Martin Gallhöfer aus Köln; Anfertigung eines Transparents (8 x 1 m) "1904 -100 Jahre ROVER AUTOMOBILE - 2004"; Beistellung und Aufbau eines 2,5 m hohen beleuchteten ROVER- Pylons; Bezahlung des Blumenschmucks; Standverpflegung für alle Messetage; Persönliche Präsenz an allen Messetagen.
 
3. Clubmitglieder, die beim Standaufbau und - -abbau halfen
Michael vom Ende, Dr. Volker Tetzner, Georg Litchenhaus und sein Sohn (Litchenhausens stellten auch noch Kühlschrank, Kaffeemaschine, Verlängerungskabel, Kabeltrommel und andere nützliche Dinge zur Verfügung), Rainer W. Rothmeier, Horst Ballé und Rolf Bernauer.
 

Stand der Rover Freunde - die junge Garde: P5B, P6, SD1 und der neue 75
 
Trotz Schneefalls bei der Anfahrt auf eigenen Rädern stellten folgende Clubmitglieder ihre "Schätzchen" zur Verfügung:
 
  • Karl-Ulrich Herrmann Open Tourer 10 hp, Bauj. 1934
  • Rolf Bernauer P2/12, Bauj. 1938
  • Dr. Volker Tetzner P4/75, US-Ausführung, Bauj. 1953
  • Horst Ballé P5B Coupé, Bauj. 1970
  • Martin Gallhöfer P5B Coupé, Bauj. 1970, für die Sonderschau in der Lobby
  • Otto Müller P6 3,5 Liter, Bauj. 1975
  • Rainer W. Rothmeier SD1 Vitesse, Bauj. 1983

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    So hatten wir für den Stand sieben klassische ROVER- Fahrzeuge zur Verfügung und zur Abrundung der "100 Jahre ROVER-Automobile" noch einen neuen 75 Tourer. Ängste standen wir aus, weil wegen des schlechten Wetters am 25.02. Horst Ballé, Rolf Bernauer und Otto Müller telefonisch in Frage stellten, ob sie bei dem Wetter ihre Prachtstücke überhaupt nach Stuttgart bringen könnten. Das konnte man verstehen, hätte aber zu einer kleinen Katastrophe geführt. Aber am 26.02. kamen sie Gott sei Dank doch noch - da war Wagenwaschen und Ledern angesagt.
    Große Aufregung verursachte am 26.02. das schöne P5BCoupé von Martin Gallhöfer. Bei der Überstellung von Köln zu MG-ROVER Neuss unten herum noch pulvertrocken, stellten wir bei der Anlieferung in Stuttgart auf der Ladefläche des MG-ROVER-Transporters unter dem P5B eine riesige Öllache fest.
    Die Ursache dafür war die abgescherte Ölleitung von der Servopumpe zum Servo-Lenkgehäuse. Der gesamte Ölvorrat war ausgelaufen.
    Um ein trockenlaufen der Ölpumpe zu verhindern, löste ich das Lüfterrad und entspannte alle Keilriemen, kroch dann unter das Auto, um die Pumpe vom Antrieb zu lösen. Ohne Servolenkung fuhren wir dann das Auto zum Standplatz in der Lobby.
     

    Vom 6 hp (1907) und 10 hp (1934) zum 12 hp (1938) und P4 75 (1953)
     
    Die Messetage selbst waren ein Erlebnis. Was da für Emotionen bei den Besuchern festgestellt wurden, war schon außergewöhnlich. Auch die Pixel und Filmmeter, die auf die ROVER-Autos verschossen wurden, waren beeindruckend. Im Mittelpunkt des Interesses standen die SD1 Vitesse und der P6. Wir erfuhren die verrücktesten Geschichten von Ex-Besitzern und Nochbesitzern dieser Typen. Es waren überwiegend positive Reaktionen. Der 6 hp von 1907 war der Liebling der Frauen und Kinder. Die Kleinen wurden, hinter dem Lenkrad sitzend, von ihren Vätern abgelichtet. Die MG-ROVER-DEUTSCHLAND-Leute waren vom Stand und vom Interesse für die ROVER-Autos angetan. Viele Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, sich mit dem neuen 75 vertraut zu machen, nahmen die ausgelegten Prospekte in beachtlicher Zahl mit und fragten nach den regionalen Händlern. Es könnte sein, daß zwei Interessenten nach der Messe einen 75 kaufen werden.
     
    Rover 10 hp Open Tourer, 1934
     
    Rolf Bernauer entschloss sich spontan, während der Messedauer in Stuttgart zu bleiben. Ich besorgte ihm in "meinem" Hotel noch ein Zimmer und kam somit in den Genuß mehrerer Plauderabende mit einem richtigen "alten Hasen" aus der früheren ROVER-Szene. Ich konnte nur lernen. Während der Messetage besuchten uns noch einige Clubmitglieder, zum Teil mit Ihren weiblichen "Prachtstücken" und feierten ein wenig mit uns.
     
    Was wurde nun aus dem "ausgelaufenen" P5B Coupe von Martin Gallhöfer? Während der Messetage telefonierte ich mit Hubert Luck in Recklinghausen, der Gott sei Dank noch eine Rohr-Schlauch-Verbindung in seinem P5-Lager fand. Und so fuhr ich nach dem Stand-Abbau am 01.03. erst gar nicht direkt nach Hause sondern nach Recklinghausen, um das kostbare Stück abzuholen. Am selben Tag stellte mir MG-ROVER Deutschland in seinem neuen Kompetenz-Center Neuss eine Bühne zur Verfügung, um den Teile-Austausch vorzunehmen. Öleinfüllen und Entlüften des Systems waren dann schnell geschehen, sodaß Martin Gallhöfer sein Auto, wie gewohnt unten trocken, wieder in Empfang nehmen konnte.
     
    So wird man 67 Jahre alt und lernt immer noch dazu. Wie wichtig das sein kann, werde ich in einer weiteren, dramatischen Geschichte um den eigenen P5 auch noch zu erzählen haben.
     
    Noch einmal allen hilfreichen Geistern ein ganz großes Dankeschön.
     
    Text: Manfred Hemmersbach
    Fotos: Reinhard Stadthaus

     
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